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15. Okt 2017
Operative Hektik bezeichnet das Bemühen, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen. Dabei wird die momentane Tätigkeit häufig unterbrochen.
Am Ende finden Betroffene einen großen Berg an unerledigten Aufgaben vor. Das Einschlafen am Abend fällt schwer, weil die Gedanken um die To-do-Liste kreisen. Häufig schleicht sich auch ein schlechtes Gewissen ein, nicht produktiv oder geordnet genug zu sein. 

Dieses Phänomen kennen vor allem Mütter und Berufstätige. Sie vernachlässigen regelmäßig ihre körperlichen und sozialen Bedürfnisse und gehen weit über ihre Belastungsgrenzen hinaus. Das hinterlässt Spuren. Auch wenn Betroffene Besserung geloben verfallen sie nach kurzer Zeit wieder in alte Gewohnheiten. Zugrunde liegt bei vielen Menschen das Bedürfnis, nicht unproduktiv sein zu wollen.

Untersuchungen stützen die These, dass es Menschen gibt, die alles dafür tun, um möglichst bald wieder an Zeitmangel zu leiden. Schnell zu erledigende Aufgaben werden unnatürlich lange ausgedehnt, um nicht den Anschein von Unproduktivität zu erwecken. Freizeit macht vielen Menschen ein schlechtes Gewissen. Die Einsicht dieses Kernproblems und ein sinnvolles Zeitmanagement helfen Betroffenen, wieder Freude an überschüssiger Zeit zu haben. 
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